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Aufreger oder Sturm im Wasserglas? Politiker aller Parteien haben den Nazi-Vergleich des ungarischen Regierungschefs Orban zurückgewiesen. Orban belaste zunehmend das traditionell gute Verhältnis zwischen Deutschland und Ungarn, sagte der CDU-Außenpolitiker Polenz. EU-Parlamentspräsident Schulz - SPD - erklärte, die populistischen Neigungen Orbans hielten ihn nicht einmal von einer Attacke gegen seine Parteifreundin Merkel ab. Grünen-Fraktionschef Trittin erklärte, die Kanzlerin müsse erkennen, dass ihre stille Diplomatie gegenüber Orbans Marsch in die Autokratie gescheitert sei. Orban hatte auf europapolitische Bemerkungen der Kanzlerin reagiert, wonach man alles tun werde, um Ungarn auf den richtigen Weg zu bringen, nicht aber "gleich die Kavallerie schicken" werde. Orban sagte dazu, die Deutschen hätten schon einmal eine Kavallerie nach Ungarn geschickt, in Form von Panzern, dies sollte sich nicht wiederholen. Damit spielte er auf den von Hitler befohlenen Einmarsch deutscher Truppen in Ungarn an.